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Burak on Bike – Die verrückte Pilgerfahrt von Pforzheim nach Mekka

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Ein Reisebericht von der vielleicht verrücktesten Pilgerfahrt überhaupt: Der Deutschtürke Burak Öztürk hatte sich fest vorgenommen, von Pforzheim nach Mekka zu reisen. Eine Hadsch über Monate – mit einem wilden Fuhrpark-Mix aus betagtem E-Trekkingrad, Flugzeug, Bahn, Bus, einem Fußmarsch und dem Hauptdarsteller Ca Go CS.

Burak mit neongelber Weste steht mit ausgebreiteten Armen im flachen Wasser vor einem ruhigen Meer, während hinter ihm das CS im Wasser steht und der Himmel dicht bewölkt ist

Einmal in seinem Leben muss jeder gläubige Moslem die Reise nach Mekka antreten, um dort am islamischen Heiligtum, der Kaaba, an den Feierlichkeiten der Pilgerwoche teilzunehmen. Diese Hadsch genannte Pilgerfahrt ist nicht nur Tradition, sondern eine der fünf Kernelemente des muslimischen Glaubens. Mit der weltweiten Verbreitung des Islam wurden über die Jahrhunderte natürlich auch die Pilgerfahrten immer länger, wenngleich nicht unbedingt beschwerlicher, denn das Pilgern erlaubt durchaus den Gebrauch von modernen Verkehrsmitteln. Burak Öztürk wollte die lange Reise von Pforzheim nach Mekka jedoch auf seine eigene Art und Weise zurücklegen – mit dem Fahrrad.

 

„In diesem Jahr (2025) war die Zahl der Pilger mit rund 1,7 Millionen Menschen eine der niedrigsten seit Langem. Im Jahr davor waren es fast doppelt so viele, was zu chaotischen Zuständen und leider auch zu zahlreichen Todesfällen führte.“ 

Burak Öztürk

 

Auch wenn in seinem Pass Burak Öztürk steht, die ihm folgende Social Media Community kennt ihn nur als Burak on Tour. Er selbst bezeichnet sich auf seinem Instagram-Kanal als den verrückten Türken. Ob er diesen Titel wirklich verdient, ist schwer zu ermitteln, aber zu den wörtlich planlosesten gehört der allzeit gut gelaunte Muslim ganz sicher. Für ihn beginnen die besten Abenteuer erst mit dem Unerwarteten, dem Ungeplanten und den Pannen. So geschehen auch auf seiner Hadsch mit einem, nein zwei Pedelecs.

Gewollt ungewolltes Scheitern

Von Pforzheim nach Mekka geben diverse online Routenplaner rund 5.800 Radkilometer aus. Minimum! Man verlässt nicht nur den Kontinent, man überquert Zeitzonen und ganze Gebirge, passiert zudem Krisen- und sogar Kriegsgebiete. Allein die verwaltungstechnischen Vorbereitungen für solch einen Trip dauern normalerweise Monate. Natürlich sollte das Material für eine derart große Reise hundertprozentig zuverlässig sein, ganz zu schweigen von der körperlichen Fitness eines möglichen Protagonisten und seiner Gewöhnung an die Haltung auf dem Rad und an den Sattel. Und dann sind da noch die logistischen Hürden wie Unterkünfte und Verpflegung an der Strecke, nötige Visa und die regelmäßige Versorgung mit Strom, denn: Burak möchte den Trip per E-Bike angehen. 

 

„Planlosigkeit führt dich zu Abenteuern!“ 

Burak Öztürk, Pilgerabenteurer

 

Ca Go CS und herkömliches Pedelec gegenübergestellt mit einer Menschenmenge und einer Moschee im Hintergrund

Soweit die Räder tragen

Der Ur-Plan sah vor, die Strecke Pforzheim Mekka bequem mit einem offenen Strandbuggy Marke Eigenbau zu absolvieren. Eines von Buraks Videos zeigt diesen allerdings in Flammen stehend. Die Option war damit vom Tisch. Aber keine Katastrophe ohne Alternative: Ein in die Jahre gekommenes E-Tourenbike war schnell als Ersatz gefunden. Dass die Reise sich damit um Wochen verlängern würde, war für den Pilger nur eine kleine Nebenwirkung. Auch diverse Reifenschäden und Kettenrisse warfen ihn nicht aus der Bahn – vorerst nicht. Bei technischen Lappalien konnten ihm Einheimische und seine Online-Community, die quasi mit jeder Etappe größer geworden war, per Videotutorial oder Sofortpannenservice in der Hinterhofwerkstatt helfen.

Doch die mechanische Belastung für ein alterndes Rad, das zudem nicht erstklassig gewartet wurde, war auf Buraks Route immens hoch. Durch Süddeutschland und über den Balkan ging das gerade noch gut. In Istanbul war für sein lahmendes Trekking E-Bike dann Endstation. Diese Info schwappte nach Deutschland und zu einem von Buraks engsten Vertrauen in seiner Heimatstadt Pforzheim, der gleichzeitig tief in der Bikeszene verwurzelt war.

„Ich liebe das Radfahren […] ein unglaubliches Gefühl von Freiheit. Gleichzeitig ist das Rad aber auch ein Werkzeug für mich: Es bringt mich zu neuen Orten, zu Abenteuern und zu Begegnungen mit Menschen. Im Vergleich zum Auto erlebst du auf dem Fahrrad viel mehr echte Nähe und Offenheit.“ 

Burak Öztürk

 

Über diesen Best Buddy und Ca Go Händler vit:bikes in Pforzheim landete das Drama rund um den gestrandeten Deutschtürken in den Ca Go Büros. Von dem unkonventionellen Pilger hatten die Verantwortlichen schon vor der Anfrage gehört und waren ihm teils auf Social Media gefolgt. Jetzt galt es, ad hoc zu entscheiden, ob man dem Pforzheimer helfen könne – und wie.

Dass ein Ca Go CS die Torturen von Istanbul bis Mekka trotz der teils beachtlichen Zuladung überstehen würde, davon waren die Ca Go Entwickler eher überzeugt als von der Möglichkeit, ein Pedelec kurzfristig in die türkische Hauptstadt verbringen zu können. Denn auch wenn Burak mit viel zeitlichem Puffer aufgebrochen war, die Hauptpilgerzeit Anfang Juni 2025 setzte alle Beteiligten logistisch unter Druck. Beim Transport stellte weniger das Bike mit seinen Maßen und Gewichten die größte Hürde dar, sondern dessen Akkus. Batterien dieser Größe darf man nicht so einfach per Flieger befördern.

 

Burak bekommt das Ca Go CS überreicht

Viele Hände – Pilgerwende

Noch am Abend der Kooperationsanfrage stand ein himmelblaues Multifunktionsbike, ein Ca Go CS, auf dem Montageständer in Koblenz. Der Monteur verbaute trotz der vorangegangenen Pannenserie des alten Trekkingbikes einen Kettenantrieb, der im Gegensatz des praktischeren Riemens auch in abgelegenen Regionen reparabel ist. Mit dickeren Reifen und gröberem Profil als beim Serien-CS sollte Burak auf den Etappen durch abgelegene, wenig erschlossene Gebiete gewappnet sein. Ein zweiter Akku, später sogar ein dritter und vierter, versprach ausreichend Reichweite, auch über die bevorstehenden Berge. Das Ca Go Team hatte das Rad somit binnen weniger Stunden bereit – aber es stand immer noch am Firmensitz in Koblenz.

Aus Koblenz und Pforzheim kommend trafen sich die Burak-Fans von Ca Go und vit:bikes zur Übergabe des CS in der Mitte, in Frankfurt am Main. Eine Abordnung von vit:bikes und Burak-Kumpel Alex nahmen das leicht getunte CS100 gut verpackt und ohne Akkus im Flieger mit gen Türkei. Soweit der simple Teil. Die Akkus hingegen gingen separat in die Obhut eines völlig fremden Busfahrers, der die immerhin rund 1.500 Euro teuren Akku-Blöcke mit nach Istanbul nahm. Über fast zweieinhalbtausend Autobahnkilometer und eine Kette von weiteren Helfern und privaten Kurieren landeten die Akkus final wieder bei der Technikcrew von vit:bikes aus Pforzheim, nur eben jetzt in Istanbul. Von der ersten Anfrage bis zur Übergabe des fahrbereiten Ca Go CS vor der berühmten Hagia Sophia Moschee waren da gerade mal fünf Tage und ein paar Stunden vergangen. Burak war wieder im Zeitplan – wenn er überhaupt jemals einen aufgestellt hatte.

 

„Bisher bin ich rund 10.000 Kilometer mit anderen Pedelecs gefahren. Im Vergleich zu denen ist das Ca Go CS deutlich stabiler, belastbarer und sicherer. Trotz seines Gewichts und der Länge ist es erstaunlich wendig. Mein Rekord lag bei 77 km/h bergab – auf 20-Zoll-Rädern und mit rund 80 Kilo Gepäck!“ 

Burak Öztürk 

(Der Hersteller rät von der Kombination von Maximallast und solchen Höchstgeschwindigkeiten ab!)



 

Mehr Kapazitäten

Der Austausch des altersschwachen Pedelecs gegen das stärkere und perfekt vorbereitete Ca Go CS100 wurde regelrecht zelebriert und aus den Augen des neuen Fahrers strahlten Freude und Dankbarkeit gleichermaßen. 
Das Hab und Gut, das dem alten Bike behelfsmäßig umgeschnallt war, passte locker in zwei der drei Ladeabteile des Ca Go. Den neugewonnenen Raum sollten Nahrungsspenden und Spielzeug füllen, die Burak auf seiner weiteren Reise an Bedürftige verteilen wollte.

Seine Mission war inzwischen mehr als eine reine Pilgerfahrt geworden, es war eher eine öffentliche Reise der Diplomatie. Weniger seine Streckenführung und wie er unter der körperlichen Anstrengung litt waren im Verlauf Thema seiner Kurzvideos, eher Begegnungen mit Menschen und der jeweiligen Geschichte der Region – und immer wieder die vielen praktischen Vorteile seines Ca Go CS.

 

„Ich habe auf der Reise tausende Menschen kennengelernt. Für jede Stadt und jedes Dorf, durch das ich gefahren bin, habe ich ein Gesicht im Kopf. Ich habe wirklich überall Freunde gewonnen.“

Burak Öztürk

Mit Souvenirs vollbepacktes mintblaues Ca Go CS auf eineer Straße mit einem großen Sandsteinmassiv im fernen Hintergrund

Neustart ausgebremst

Für das Ca Go Team war der zweite Teil von Buraks Pilgerfahrt nicht nur vielversprechender Lieferant von gehaltvollem Content mit ihrem kompakten und innovativen Transportrad, sondern auch ein realer Produkttest unter allerhärtesten Bedingungen. Die ersten Etappen zeigten genau das, was sie sollten, das Rad tat treu seinen Dienst, nahm alles mit, was Burak mitnehmen wollte, und fuhr sich schwer beladen deutlich besser als sein klassisches Rad zuvor.

Doch bei der Planung einer Reise durch mehrere Länder gibt es solche Versäumnisse, die zu Abenteuern führen und solche, die eine Fahrt beenden. Nicht das richtige Visum für den Irak zu haben, gehört zur zweiten Kategorie, vor allem wenn man bedenkt, dass die Alternativroute westlich am Irak vorbei durch so brisante Gebiete führt wie Syrien, den Libanon und zum Reisezeitpunkt besonders brisant das israelisch-palästinensische Krisengebiet.

Für das Team aus dem 26-jährigen Pilger und dem fabrikneuen Ca Go CS100 war somit in Erbil, Hauptstadt der Region Kurdistan, dann schon wieder Trennung angesagt. Während der Deutschtürke per Flugzeug den Südirak übersprang, wanderte das Rad wieder über viele zuverlässige Hände, Mittelsmänner und -frauen zurück nach Istanbul.

 

„Das neue Bike war ein Wendepunkt: Ab Istanbul bis in den Nordirak war es ein treuer Begleiter und ein entscheidender Teil dieser Reise. Ich hätte mir gewünscht, es bis nach Mekka zu bringen – aber vielleicht passiert das eines Tages noch.“

Burak Öztürk

 

Buraks Ca Go CS steht am Ufer. Im Hintergrund ist eine Stadt zu sehen

Luxuriöses Ende?

Wer jetzt denkt, Burak hätte sich seinem Schicksal ergeben und sei bequem geworden, hat diesen Artikel nicht aufmerksam genug gelesen. Natürlich war das Flugzeug nicht der letzte Reiseabschnitt. Obwohl es eine direkte Verbindung gegeben hätte, ließ der selbsternannte verrückte Türke sich rund 350 Kilometer übrig. Wenn schon nicht mit seinem neuen Ca Go CS wollte Burak den Stil seiner Hadsch fortsetzen und etappenweise erst nach Medina und dann nach Mekka ziehen – zu Fuß und per Anhalter.

Auf neueren Instagram-Videos sieht man Burak dann mit strahlend weißem Gewand und mindestens so strahlendem Lächeln inmitten seiner Glaubensgefährten und am Ziel seiner Reise. Er hat es tatsächlich und pünktlich zu den Feierlichkeiten an den heiligen Stätten der Muslime geschafft. Laut eigener Aussage sind die Erlebnisse dieser Reise und dieses Hadsch-Finales in seinem Leben kaum noch zu übertreffen. 
Und das Rad? Als hätte Burak noch nicht genug davon, am Steuer des CS100 zu sitzen, ließ er sich einige Zeit nach seiner Rückkehr nach Pforzheim erneut nach Istanbul fahren. Die Mission: Das treue aber zu kurz eingesetzte Ca Go wieder nach Deutschland radeln. Nochmal 2.200 Kilometer, nochmals das normale Leben verlassen und sich den Gegebenheiten vor Ort ausliefern, wenngleich in Richtung Zentraleuropa weniger Hürden warten.

Allerdings, wieder war dem Reisenden auf halber Strecke das Glück nicht hold. Diesmal kränkelte nicht das Rad, ein privater Notfall zwang ihn zur vorzeitigen Aufgabe. Das Rad steht aktuell im Raum Sarajevo und wartet immer noch auf seine finale Etappe. 

 

„Emotional war diese Reise eine Achterbahnfahrt. Der Start in Pforzheim war sehr schwer, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Doch mit jedem Kilometer bin ich mehr in die Reise hineingewachsen. Selbst Schnee, Hagel und tagelanger Regen konnten mich irgendwann nicht mehr aus der Ruhe bringen – im Gegenteil, ich habe es genossen.“ 

Burak Öztürk

 

Das Ca Go CS

  • CS70 – Edition 5
    Leicht, responsiv und flexibel im Einsatz – für alle, die genau wissen, was sie wollen und Platz für ihre Ideen brauchen.

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  • CS80 – Edition 5
    Flexibel, wendig und komfortabel in allen Lebenslagen – für alle, die viel vorhaben, aber nicht auf ein angenehmes Fahrterlebnis verzichten wollen.

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  • CS90 Allroad – Edition 5
    Viel Raum für Gepäck gepaart mit Allroad-Reifen für alle Untergründe – wenn Abenteuer auch abseits der bekannten Pfade warten.

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  • CS100 – Edition 5
    Leichter, besserer Wirkungsgrad und höhere Effizienz – für alle, die gerne sportlich unterwegs sind.

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  • CS150 – Edition 5
    Wartungsarm, einfache und komfortable Bedienung, stufenloses Schalten – für alle, die sich gerne auf das Wesentliche konzentrieren.

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  • CS200 – Edition 5
    Langlebige, leise und saubere Schaltung – für alle, die höchsten Komfort suchen.

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  • CS200 Exclusive – Edition 5
    Höchster Komfort und maximale Flexibilität mit extra Platz für deine Ladung – für alle, die keine Kompromisse wollen.

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