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Die EuroVelo 13-Route – der Iron Curtain Trail

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Die EuroVelo 13-Route ist ein Fernradweg von Norwegen bis in die Türkei. Wir beschreiben dir, was du auf dem Weg entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs erleben kannst.

Man fährt das FS Life über einen Feldweg.

In den 90er Jahren fiel der Eiserne Vorhang – die Sowjetunion löste sich auf, Deutschland wurde geeint und in Maastricht wurde die EU gegründet. Mit einem Mal standen den Menschen aus dem Osten und dem Westen die jeweils andere Seite offen. Das galt auch für alle Fahrradfahrer. Aus diesem Grund erschuf der Europäische Radfahrer-Verband (EFC) ein Netzwerk an gut ausgebauten und beschilderten Radwegen, der quer durch ganz Europa führt. Hierfür wurden zu einem großen Teil etablierte Fernradwege ausgebaut und verbunden. Heute besteht das EuroVelo-Netzwerk aus 17 größtenteils fertig ausgebauten Routen und zwei weiteren in Planung. Die Wege sind meist hervorragend beschildert und gut ausgebaut, sodass sie sich für sportliche Fahrer, Bikepacker und Familien, die zum Beispiel mit einem Ca Go FS Life Europa entdecken wollen, gleichermaßen eignen.

Europakarte, in der alle Eurovelo-Strecken eingezeichnet sind.

Das EuroVelo-Netzwerk © de.eurovelo.com

Entlang des Eisernen Vorhangs – die EuroVelo 13-Route

Die EuroVelo 13-Radroute ist direkt mit der Geschichte der EuroVelo-Radwege selbst verwoben. Du fährst für 10.600 Kilometer entlang auf der Narbe, welche die jahrzehntelange Spaltung Europas hinterlassen hat. Von Norwegen bis in die Türkei durchquerst du insgesamt 20 Länder – beziehungsweise aktuell 19 Länder, denn die Tagespolitik hat die Idee eines geeinten Europas eingeholt und Teile des alten Eisernen Vorhanges sind erneut unpassierbar und gefährlich geworden. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – lohnt sich die Reise auf dem Iron Curtain Trail. Erlebe die Geschichte Europas von deinem Fahrrad aus – und dabei einige der schönsten Gegenden des Kontinents.

EuroVelo mit dem Lastenrad – eine gute Idee?

Die meisten Menschen fahren diese kolossale Fernradroute mit einem Rennrad, Gravel- oder Touring-Bike  fahren – je nach sportlichem Anspruch. Es finden sich jedoch auch E-Bikes finden sich oft auf den EuroVelo-Wegen, denn sie mindern die Belastung auf den Steigungen undauf den langen Strecken. Es gibt einige Faktoren, die eine solche Fahrt mit normalen Rädern schwierig machen:

  • Du hast Kinder, die noch nicht selbstständig lange Strecken fahren können 
  • Du reist mit einem oder mehreren Hunden 
  • Du verfügst nicht über kompaktes Bike-Packing-Equipment 
  • Du benötigst sperriges Equipment auf Reisen (z.B. ein orthopädisches Kissen) 

In diesem Fall machtist es Sinnsinnvoll,  ein Lastenrad zu benutzen. Die geräumige Cargobox des Ca Go Fs Life (LINK) beispielsweise bietet viel Platz für Gepäck oder deinen Hund sowie spezielle entwickelte Kindersitze und ein vielseitiges All-Weather-Top, um deine Kinder sicher und komfortabel durch Europa zu transportieren. Das Ca Go CS ist im Vergleich zum Ca Go FS Life ein Alleskönner, der ohne die großen Dimensionen eines Long Johns jede Menge Gepäck stemmt. Die kraftvollen Bosch-Elektromotoren bieten bei beiden Bikes Unterstützung in hügeligen Passagen sowie beim Transport deiner Passagiere und deines Gepäcks. Du musst also nicht auf dein EuroVelo-Abenteuer verzichten – im Gegenteil. Die Reise mit dem Lastenrad verändert deine Erfahrung zum Besseren – denn du hast schlicht mehr Platz. Souvenirs und lokale Spezialitäten? Passen ebenso in die Cargobox, wie ein Strandtuch und schicke Kleidung für einen Konzert- oder Restaurantbesuch. Das Ca Go FS verfügt zudem über einen Dual Battery Ready Safe, der, wenn du eine zweite Batterie einsetzt, deine Reichweite verdoppelt und längere Etappen ohne Ladepause ermöglicht. Da du auf diesem EuroVelo-Radweg öfters auf Waldwegen oder schlecht ausgebauter Infrastruktur unterwegs sein wirst, wird dir der zusätzliche Komfort der Ca Go Bikes, wieinsbesondere zum Beispiel beim  dem CS90 Allroad Edition 5, mit Sicherheit zugutekommen.

Der Verlauf der EuroVelo 13-Route

Auf den 10.600 Kilometern wirst du mehr sehen, als wir in einem Artikel auflisten können, daher haben wir dir hier die Highlights zusammengetragen. Auf dem Iron Curtain Trail wirst du folgende Länder und Städte passieren:

Land Städte 
Norwegen Border Jakobselv, Vintervollen, Tårnet, Hesseng, Munkefjord, Neiden 
Finnland Jääjärvi, Sevettijärvi, Partakko, Inari, Ivalo, Saariselkä, Tankapirtti, Sodankylä, Savukoski, Salla, Suomussalmi, Kuhmo, Lieksa, Ilomantsi, Värtsilä, Kesälahti, Parikkala, Simpele, Imatra, Ylämaa, Miehikkälä, Virojoki  
Russland Derzeit nicht befahrbar 
Estland Sillamäe, Kunda, Talinn, Haapsalu, Kärdla, Parna, Triigi, Kihelkonna, Karala, Kuressaare, Orissaare, Virtsu, Tõstamaa, Pärnu  
Lettland Ainaži, Saulkrasti, Riga, Jūrmala, Kolka, Ventspils, Liepāja
Litauen Klaipeda 
Polen Elbląg, Danzig (Gdańsk), Gdingen (Gdynia), Swinemünde (Świnoujście) 
Deutschland Wolgast, Greifswald, Stralsund, Barth, Zingst, Rostock, Kühlungsborn, Wismar, Travemünde, Lübeck, Lauenburg/Elbe, Bleckede, Schnackenburg, Wustrow, Ilsenburg, Ellrich, Duderstadt, Werleshausen, Bad Sooden-Allendorf, Wanfried, Treffurt, Creuzburg, Herringen (Werra), Vacha, Geisa, Fladungen, Ummerstadt, Neustadt bei Coburg, Lehesten, Hirschberg, Pabstleithen, Bärnau, Waldmünchen, Fürth im Wald, Ludwisthal, Haidmühle 
Tschechien Cheb, Železná Ruda, Modrava, Strážný, Zvonková, Vyšší Brod, Dolní Dvořiště, Nové Hrady, Slavonice, Znojmo, Mikulov, Valtice 
Österreich Sonnenwald, Sankt Oswald bei Haslach, Mairspindt, Sandl, Gmünd, Litschau, Hardegg, Laa an der Thaya, Reintal, Hohenau an der March, Marchegg, Kittsee, Mannersdorf, Nickelsdorf, Halbturn, Wallen im Burgenland, Baumgarten, Raiding, Moschendorf, Großmürbisch 
Slowakei Devin, Bratislava 
Ungarn Fertőd, Sopron, Harka, Kőszeg, Bozsok, Narda, Szentgotthárd, Letenye, Szeged 
Slowenien Neradnovci, Šulinci, Adrijanci, Hodos, Lendava 
Kroatien Koprivnica, Đurđevac, Donji Miholiac, Belišće, Beli Manastir  
Serbien Subotica, Kikinda, Jaša Tomić, Vršac, Bela Crkva, Veliko Gradište, Donji Milanovac, Tekija, Brza Palanka, Negotin, Zaječar, Knjazevac, Dimitrovgrad 
Rumänien Jimbolia, Moravita, Drobeta Turnu Severin  
Bulgarien Dragoman, Tran, Leva Reka, Dono Kobile, Kyustendil, Boboshevo, Blagoevgrad, Petrich, Hadzhidimovo, Dospat, Smolyan, Zlatograd, Ivaylovgrad, Malko Tarnovo, Kosti, Balgari, Sinemorets, Rezovo 
Nordmazedonien Delchevo, Pehchevo, Berovo, Strumica 
Griechenland Promachonas, Agkistro, Achladochori, Karidochori 
Türkei Edirne, Lalapaşa, Süloğlu, Kırklareli 
Verlauf des Eurovelo 13 auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13

Bitte beachte, dass die Ausweisung mit dem blauen „E“-Schild der EuroVelo-Strecken noch nicht überall auf der Route vollständig ist und es durch die Nähe zu Russland im Norden der Strecke zu Behinderungen kommen kann. Wir bieten dir hier stets eine Alternativroute an, die du sicher fahren kannst. Zudem haben Norwegen, Deutschland, Polen, Österreich und Slowenien Grenzkontrollen eingeführt, was bei den häufigen Grenzüberquerungen auf dem EuroVelo 13 mit großer Wahrscheinlichkeit zusätzliche Zeit kosten wird.

EuroVelo 13 Etappe 1 – Norwegen und Finnland

Deine geschichtsträchtige Reise beginnt im Norden Norwegens. Der Cargobox-Deckel oder das All-Weather-Top sollten auf jeden Fall Teil deiner Ausrüstung sein, denn das Wetter schlägt hier schnell zum Schlechteren um. Im kleinen Ort Border Jakobselv an der Barentssee steht die König-Oskar-II.-Kapelle, die 1869 erbaut wurde, um die damals aufflammenden Grenzstreitigkeiten zu schlichten – ein passender Ausgangsort für deine Reise. Du radelst für gut 90 Kilometer durch die arktischen Landschaften, immer entlang der zerklüfteten Küste der Barentssee, vorbei an verschlafenen kleinen Dörfern, wie Vintervollen und Tårnet. Die bunten Holzfassaden und die raue Landschaft machen die Fahrt zusammen mit dem ständigen Seewind zu einem wahren Vergnügen für Liebhaber der nordischen Länder. Bei Hesseng kannst du einen Umweg von circa fünf Kilometer machen, um die Stadt Kirkenes zu besuchen – die einzige größere Stadt auf dem norwegischen Abschnitt. Es geht weiter vorbei am Flughafen Kirkenes-Høybuktmoen und entlang der Küste des Munkefjords in die Samen-Siedlung Neiden. Der Fernradweg verläuft auf der Höhe des Dorfes entlang des Flusses Neidenelva und dem beeindruckenden Wasserfall Skoltefossen – ein schönes Fotomotiv. Von dort sind es nur wenige Kilometer bis zur finnischen Grenze. 

In Finnland fährst du im Folgenden durch die Region Lappland, die geprägt ist von weit verzweigten Gletscherseen, kleinen Dörfern und jeder Menge arktischer Landschaft. Du fährst für lange Strecken durch unbewohntes raues Land und wirst beim Radfahren allein mit deinen Gedanken sein. Dörfer wie Sevettijärvi oder Pekkala mit wenigen Hundert Einwohnern gehören da schon zu den Highlights. Aufgrund der langen Strecken über Land solltest du immer einen Blick auf deinen Batteriestand haben und lieber einen Ladestopp mehr einplanen, um nicht auf weiter Flur ohne Tretunterstützung dazustehen. In Inari solltest du einen kurzen Stopp einlegen und das samische Kulturzentrum Sajos und die parlamentarische Vertretung der Samen in Finnland besuchen, um mehr über die Kultur der Ureinwohner des Landes zu erfahren. Gut 40 Kilometer weiter in südöstlicher Richtung erreichst du Ivalo, das Tor zu dem beliebten Wintersport-Resortgebiet Saariselkä und dem Urho Kekkonen Nationalpark. Von hier sind es nur noch wenige Kilometer, bis du bei Sodankylä eine Entscheidung treffen musst.  

Der Originalverlauf der EuroVelo 13-Radroute verläuft direkt an der russischen Grenze über die Orte Savukoski, Salla, Suomussalmi, Kuhmo, Lieksa, Ilomantsi, Värtsilä, Kesälahti, Parikkala, Simpele, Imatra, Ylämaa, Miehikkälä und Virojoki. Dort solltest du eigentlich durch Russland nach Estland fahren. Dies ist derzeit allerdings aufgrund des Krieges in der Ukraine nicht möglich, da die Grenzen zwischen Russland und Finnland sowie zwischen Russland und Estland geschlossen sind. Auch ist es nicht ratsam nahe an der russischen Grenze entlangzufahren, da es dort immer wieder zu Kontrollen und Befragungen kommen kann. Möchtest du der Route treu bleiben kannst du bei Virojoki nach Westen abbiegen und über Kotka nach Helsinki fahren, um dort eine Fähre nach Tallinn zu nehmen. Wir empfehlen dir allerdings bei Sodankylä den EuroVelo 13-Radweg zu verlassen und auf die EuroVelo 11-Route zu wechseln. So kannst du Helsinki und deine Fähre fernab der russischen Grenze erreichen.

Verlauf des Eurovelo 13 in Norwegen, Finnland und Russland auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13/norway-finland-russia

EuroVelo 13 Etappe 2 – Estland, Lettland und Litauen

Die gut 1.300 Kilometer lange Etappe durch die drei baltischen Staaten sollte eigentlich in Sillamäe beginnen und über Kunda nach Talinn führen. Wenn du unseren Empfehlungen gefolgt bist, wirst du mit einer Fähre in Tallinn ankommen. Nimm dir hier etwas Zeit die estländische Hauptstadt zu erkunden. Besuche das Estnische Freilichtmuseum, das Barockschloss Kadriog mit Kunstmuseum oder das weltberühmte Fotografiska-Museum. Ein besonderes Highlight, das du auf keinen Fall verpassen solltest, ist das Estnische Meeresmuseum, welches als eines der spannendsten Museen Europas gilt. Mit einem Ca Go Bike ist die Erkundung der Stadt deutlich stressfreier als mit einem normalen Fahrrad, denn du kannst deinen Cargobox-Deckel, oder deine CS Cargo Soft Bag abschließen und musst dir somit keine Gedanken um dein Gepäck machen. 

Wenn du Tallinn schließlich hinter dir lässt, fährst du weiter nach Westen und passierst die Kurstadt Haapsalu, bevor du eine Fähre auf die Insel Hiiumaa besteigst. Nicht alle Radwege hier sind in einem guten Zustand. Fahre also vorausschauend, egal ob du mit den schmalen Reifen eines Road Bikes oder den Ballonreifen der Ca Go Bikes unterwegs bist. Du schlägst einen Bogen über die Insel, wobei du dich immer an der Küste hältst. Dabei kommst du an einer besonders schönen Stadt vorbei: Kärdla. Die kleine Stadt ist voller historischer Häuser und hat eine malerische Uferpromenade. Bei Pärna im Süden der Insel setzt du nach Saaremaa über, wo du dich erneut an der Küste hältst. Du radelst durch die Küstenorte Triigi, Kihelkonna und Karala, bis du schließlich in Kuressaare, der Hauptstadt der Insel ankommst. Hier solltest du das klassizistische Zentrum und vor allem die Bischofsburg besuchen. Im Anschluss geht es nach Osten über Orissaare und die Insel Muhu zurück aufs estnische Festland und die Stadt Virtsu. Du hältst dich nun am Golf von Riga und radelst erst nach Osten durch Tõstamaa und dann nach Süden zur Stadt Pärnu. Mache hier eine Pause und bummele durch die mittelalterliche Altstadt und flaniere durch den Strandpark und die angeschlossen Promenade. Hier ist auch eine gute Gelegenheit, die estnische Küche und den überraschend guten Wein und Kaffee zu verkosten, denn von Pärnu geht es weiter nach Lettland.

In Lettland geht es weiter entlang der Küste des Golfes von Riga. Du fährst durch die kleinen Küstenorte Ainaži und Saulkrasti, die dich mit ihren lauschigen Sandstränden zum Entspannen einladen. So hast du genug Energie, um die nächsten 50 Kilometer zu stemmen und die Hauptstadt Lettlands, Riga, zu erreichen. Hier lohnt sich ein Stopp auf jeden Fall. Altriga, das historische Stadtzentrum, ist ein UNSECO-gelisteter Augenschmaus mit farbenfrohen Jugendstilhäusern, die alte Kopfsteinpflasterstraßen säumen. Auch das Freiheitsdenkmal und die Petrikirche, eines der ältesten und wertvollsten Gebäude der mittelalterlichen Monumentalarchitektur im Baltikum, finden sich hier. Wenn du deine Vorräte auffüllen möchtest, kannst du den 1930 eröffneten Rigaer Zentralmarkt besuchen und in den ausgedehnten Hallen nach Herzenslust die lokalen Delikatessen probieren. Sollte dir der Sinn mehr nach etwas Kultur stehen, hält Riga mehrere Museen für dich bereit, darunter das Lettische Nationale Kunstmuseum und das Rigaer Automuseum.  

Für Menschen mit Sinn für das Morbide ist auch das Anatomiemuseum der Stradins Universität Riga einen Besuch wert. Weiter geht es Richtung Westen in die Resortstadt Jūrmala mit ihren hölzernen Art Nouveau Villen, Sanatorien aus der Sowiet-Ära und einem wundervollen langen Sandstrand. Du fährst im Anschluss über Kolka nach Ventspils. Hier solltest du dir Zeit nehmen, um das 1290 erstmals erwähnte Schloss des Livländischen Ordens und das vielseitige Museum Ventpils zu besuchen. Den letzten Stopp vor der Grenze solltest du in Liepāja einlegen. Hier kannst du dir in der evangelischen Dreifaltigkeitskathedrale die weltberühmte Grüneberg-Orgel ansehen, die mit über 7.000 Orgelpfeifen zu den größten Europas gehört. Auch ein Bummel durch das historische Stadtviertel Karosta, dem ehemaligen Kriegshafen, lohnt sich. Hier findest du unter anderem das historische Militärgefängnis und die Jugendstil-Markthalle Pētertirgus.  

Von Liepāja ist es nur noch eine kurze Fahrt bis nach Litauen. Du wirst nicht allzu viel Zeit im Land verbringen, aber ein Halt in der Hafenstadt Klaipeda solltest du dennoch einplanen. Die älteste Stadt Litauens ist voller mittelalterlicher Fachwerkhäuser und der historische Hafen ist ein Must-see auf deiner Tour. Auch die Festung Memelburg ist einen Besuch wert. Bierliebhaber sollte in der Brauerei Švyturys, der ältesten Brauerei Litauens, vorbeischauen. Hinter Klaipeda musst du die EuroVelo 13-Route erneut verlassen, um die russische Enklave bei Kaliningrad zu umfahren. Du kannst die Grenze zwar offiziell noch überschreiten, aber es wird dringend davon abgeraten. Nimm lieber den Umweg in Kauf und stoße bei Elbląg in Polen wieder auf den Fernradweg.

Verlauf des Eurovelo 13 in den baltischen Staaten auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13/baltic-states

EuroVelo 13 Etappe 3 – Polen

In Polen erwartet dich eine maritime Etappe, die viel zu bieten hat. Ab hier werden die Straßen besser, die Lademöglichkeiten häufiger und die Radwege breiter – vor allem mit einem Long John wird die Fahrt fortan deutlich entspannter werden. Auf den nächsten 400 Kilometern hältst du dich an der Ostseeküste und kannst von Elbląg nach Danzig (Gdańsk), dem mittelalterlichen Zentrum des Bernsteinhandels und der Geburtsstätte der Solidaritätsbewegung der frühen 80er Jahre, die maßgeblich zum Fall des Eisernen Vorhangs beitrug, radeln. Der ummauerte historische Stadtkern mit der Frauengasse, dem Langen Markt, dem Rechtstädter Rathaus und der gotischen Marienkirche sollte auf jeden Fall auf deiner To-Do-Liste stehen. Auf der malerischen Hafenpromenade kannst du in Ruhe einen Kaffee trinken und die mittelalterlichen Gebäude bewundern.  

Hast du dich an Danzig satt gesehen, kannst du weiter nach Gdynia fahren. Die Hafenstadt verbindet moderne Architektur mit einer bewegten maritimen Geschichte, die sich unter anderem in den zahlreichen historischen Schiffen zeigt, die im Hafen festgemacht sind. Hier finden sich unter anderem das Segelschulschiff Dar Pomorza und der Zerstörer ORP Błyskawica aus dem zweiten Weltkrieg. Hinter Gdynia erwartet dich jede Menge Natur im UNESCO-gelisteten Słowiński National Park. Die wundervolle Dünenlandschaft voller sanft geschwungener Dünen, grünen Hügeln und langen Sandstränden sind eine gute Gelegenheit, die Seele baumeln zu lassen, bevor du Swinemünde (Świnoujście) an der deutsch-polnischen Grenze erreichst. Hier sind die Festung Swinemünde, das Kurviertel und der Hafen sehenswert. Das Highlight ist aber ganz sicher der 65 Meter hohe Leuchtturm, der älteste und höchste an der Ostsee. Direkt hinter der Stadt endet deine Etappe in Polen nach gut 400 Kilometern.

Verlauf des Eurovelo 13 an der Pommerschen Küste auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13/pomeranian-coast

EuroVelo 13 Etappe 4 – die ehemalige deutsch-deutsche Grenze

In Deutschland folgst du in weiten Teilen der ehemaligen Grenze zwischen Westdeutschland und der ehemaligen DDR, die einst als Todesstreifen bekannt war und heute als das grüne Band Deutschlands bezeichnet wird. Es ist ein anspruchsvoller Abschnitt von 1.044 Kilometern voller kleiner und großer Highlights.  

Deutschland ist nicht nur die Heimat von Ca Go, sondern auch einer der größten Lastenrad-Märkte Europas. Dementsprechend gut ausgebaut sind die meisten Radwege und die anderen Verkehrsteilnehmer sind den Anblick von Cargobikes gewohnt. 

Los geht die Fahrt über Wolgast nach Greifswald, der Geburtsstadt von Caspar David Friedrich. Hier warten der Greifswalder Dom, der historische Stadtkern und der Museumshafen auf deinen Besuch. Der nächste Ort auf deiner Radtour ist die Hansestadt Stralsund, Heimat des Meeresmuseums und des Ozeaneums, einem der beeindruckendsten Aquarien Europas. Außerdem kannst du dir hier die von bunten Giebelhäusern geprägte Innenstadt und das Backsteingotik-Rathaus ansehen – Stralsund gehört zu den schönsten Städten an der Ostsee. Du radelst nun vorbei an Barth und Zingst durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft nach Rostock, einer weiteren Hansestadt voller historischer Highlights und einem sehenswerten Stadthafen. Von dort geht es durch die Rostocker Heide durch Kühlungsborn, Wismar und Travemünde – alle einen Stopp wert – nach Lübeck. Die Hansestadt gehört zu den Highlights deiner Deutschland-Etappe. Das Holstentor, die UNSECO-gelistete Altstadt mit mehr als 90 winzigen Gassen und Durchgängen, die Salzspeicher, eines der ältesten und architektonisch vielseitigsten Rathäuser Deutschlands und natürlich das weltberühmte Lübecker Marzipan machen die Stadt zu einem Muss – eine gute Gelegenheit also, den zusätzlichen Stauraum deines Ca Go Bikes aufzufüllen mit süßer Verpflegung aufzufüllen.  

Wenn du genug von Lübeck gesehen hast, wendest du dich gen Süden und triffst in Lauenburg auf die Elbe. Ab hier wird die ehemalige Grenze deutlich sichtbar, denn du fährst primär durch kleinere Orte, da es entlang der Grenze kaum große Städte gab. Du wirst auch immer wieder auf Reste der Grenzbefestigungen treffen – und auch auf das ein oder andere Mahnmal, dass an die Opfer dieser Zeit erinnert. 

Du folgst dem Fluss auf dem Elberadweg über Bleckede nach Schnackenburg, wo du die Elbküste wieder verlässt und weiter nach Süden radelst. Du durchquerst Wustrow und fährst nahe Wolfsburg und Braunschweig – beide Städte lohnen einen Abstecher – nach Ilsenburg am Nordrand des Harzes. Die Stadt versprüht mit seinen eng beieinanderstehenden Fachwerkhäusern den für den Harz typischen Charme. Die nächsten 50 Kilometer führen dich auf der alten Grenze direkt durch den Harz. Dabei bewältigst du 450 positive und gut 700 negative Höhenmeter durch die wunderschöne Natur des Mittelgebirges. Unter anderem kommst du dabei auch am Brocken, dem höchsten Berg des Harzes vorbei, auf dem bis heute die Gebäude einer DDR-Abhöranlange und einer russischen Kaserne stehen. Wenn du in Ellrich, der nördlichsten Stadt Thüringens angekommen bist, hast du den Harz durchquert und hältst auf Duderstadt im Südwesten zu. Die kleine Stadt ist bekannt für seine rund 600 mittelalterlichen Fachwerkhäusern und die alte Stadtbefestigung.  

Du radelst weiter durch den malerischen Mittelgebirgszug Thüringer Becken, bis du beim Fachwerkdorf Werleshausen das Werratal erreichst. Du folgst dem Fluss über die Thermenstadt Bad Sooden-Allendorf, den malerischen Fachwerkdörfern Wanfried und Treffurt nach Creuzburg. Hier solltest du dir auf jeden Fall die Burg und den historischen Stadtkern mit der Nicolai- und Marienkirche ansehen. Weiter geht es entlang der Werra über Herringen nach Vacha, der ältesten Stadtsiedlung Südthüringens am Rande der Rhön. Der historische Marktplatz und die Widemark, das vierstöckige Fachwerk-Rathaus, sind ein echter Geheimtipp für Liebhaber von mittelalterlicher Architektur. Kurz hinter Vacha verlässt du die Werra und biegst auf das Ulster-Ufer ab. Bei Geisa solltest du Halt machen und die Gedenkstätte Point Alpha besuchen. Der ehemalige NATO-Beobachtungsstützpunkt dient als Museum über die Geschichte des eisernen Vorhanges und als Mahnmal für die Opfer des DDR-Regimes. Einige Kilometer südlich dieses geschichtsträchtigen Ortes verlässt du die Ulster und radelst nach Bayern. Du durchquerst nun das fränkische Land und fährst dabei durch die Orte Fladungen, Ummerstadt und Neustadt bei Coburg, bis du in Lehesten Thüringen betrittst. Mach hier eine Pause, erklimme den Wetzstein und besuche den Altvaterturm, ein Mahnmal gegen die Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat oder erkunde das technische Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“. Das Ende deiner Etappe ist nun nahe – hinter Hirschberg, wo du in den Laubengängen auf dem Marktplatz noch einmal Pausen machen solltest, triffst du bei Pabstleithen auf die tschechische Grenze.

Verlauf des Eurovelo 13 in Deutschland auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13/german-german-border

EuroVelo 13 Etappe 5 – Deutschland und Tschechien

Dieser relativ kurze Abschnitt des EuroVelo 13-Route wechselt mehrfach zwischen Deutschland und Tschechien, so dass du die besten Teile dieser landschaftlich sehr schönen Etappe mitnehmen kannst. Nur wenige Kilometer nach Beginn der Fahrt erreichst du die westböhmische Stadt Cheb, eine der ältesten und schönsten in Tschechien. Die gut erhaltene Altstadt mit dem Stöckl, einer Reihe von mittelalterlichen Kaufmannshäusern aus dem 13. Jahrhundert, der gotischen St. Nikolaus-Kirche und vielen kleinen, authentischen Cafés wird dir ein paar interessante Stunden bescheren. Das besondere Highlight in Cheb ist aber die über 800 Jahre alte romanische Festung mit dem berühmten Schwarzen Turm und der beeindruckenden Burgkapelle. 

Du wechselst auf die deutsche Seite und radelst durch den Bayrischen Wald. Dabei passierst du Bärnau, Waldmünchen und Fürth im Wald, wo du die Felsengänge, die Fürther Drachenhöhle mit einem riesigen mechanischen Drachen oder den skurrilen Wildgarten voller unheimlicher Statuen und Installationen besuchen kannst. Nun wechselst du mehrfach die deutsch-tschechische Grenze und fährst über Železná Ruda, Ludwisthal, Modrava und Strážný nach Haidmühle im Dreiländereck Deutschland-Tschechien-Österrreich, wo diese Etappe auch schon endet.

Verlauf des Eurovelo 13 in Bayern und Tschechien auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13/bavaria-czechia

EuroVelo 13 Etappe 6 – Tschechien und Österreich

Du lässt Deutschland nun hinter dir und machst dich auf eine gut 360 Kilometer lange Reise entlang der tschechisch-österreichischen Grenze durch Südböhmen, das Mühlviertel in Oberösterreich und das Weinviertel in Niederösterreich. Große Städte mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten wirst du auf diesem Abschnitt eher nicht sehen, dafür aber tiefe Wälder, plätschernde Bäche, malerische Weinberge, alte Burgen und – vor allem auf tschechischer Seite – auch immer wieder Relikte aus der Zeit des Eisernen Vorhanges. Die Infrastruktur ist hier stellenweise wieder etwas schwächer, die Strecke wechselt zwischen Straßen, befestigten Waldwegen und dezidierten Radwegen in unterschiedlich gutem Zustand. Checke also auf jeden Fall den Reifendruck in deinem Lastenrad, damit das Gewicht des Rades und des Gepäck auch bei unebenen Wegen und Schlaglöchern gut abgefedert wird. Vom Dreiländereck radelst du nach Zvonková in Tschechien und dann nach Sonnenwald und Sankt Oswald bei Haslach im oberen Mühltal. Auf tschechischer Seite lohnt sich ein kurzer Stopp in Vyšší Brod an der Moldau, um sich das Zisterzienserkloster sowie die Burg Rožmberk anzusehen und im Anschluss am Fluss einen Wein zu trinken. Hinter dem kleinen Ort Dolní Dvořiště überquerst du erneut die Grenze und passierst Mairspindt und Sandl.

Ein kleines Highlight erwartet dich im tschechischen Nové Hrady. Die 1277 erbaute Burg und das große Schloss aus dem frühen 19. Jahrhundert sind einen Besuch wert. Auf österreichischer Seite warten in Gmünd ein wunderschöner historischer Marktplatz und die Ruine einer spätmittelalterlichen Höhenburg auf deinen Besuch. Für Weinliebhaber lohnt sich ein Halt im Luftkurort Litschau, der nördlichsten Stadt im Waldviertel. Hier kannst du die lokalen Weine verkosten und es dir ein wenig gut gehen lassen. Wenige Kilometer weiter östlich in der tschechischen Renaissancestadt Slavonice kannst du neben einem gut erhaltenen historischen Stadtkern auch immer noch nicht vollständig erforschte unterirdische Gänge aus dem Mittelalter erkunden. Weiter geht es über Drosendorf, Hardegg, Znojmo, Laa an der Thaya und Mikulov nach Valtice. Das gigantische Barockschloss Valtice, die ehemalige Residenz der Familie Liechtenstein, solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen, es dürfte das schönste Schloss auf der EuroVelo 13-Route sein. Nach 356 Kilometern kommt die Etappe bei Reintal zum Abschluss.

Verlauf des Eurovelo 13 in Tschechien und Österreich auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13/czechia-austria

EuroVelo 13 Etappe 7 – Österreich und Slowakei

Die nächsten 90 Kilometer führen entlang der Grenze von Österreich und der Slowakei. Von Reintal aus geht es nach Hohenau an der March, wo sich der Radweg für einige Zeit teilt. Du radelst entlang des Flusses March, entweder auf slowenischer oder österreichischer Seite.  Bei Marchegg kannst du die Seiten wechseln, wenn du möchtest. Bei Devínska Nová Ves vereinen sich die beiden Routen zu einer, die bei Devin zusammen mit der March auf die Donau trifft. In Devin solltest du dir die Ruinen der großen Burg gleichen Namens ansehen, die schon seit den antiken Römern auf dem Felsen über der Donau thront. 

Von hier folgst du der Donau bis nach Bratislava. Besuche in der Hauptstadt Sloweniens auf jeden Fall die massive Bratislavaer Burg, die einst Herrschersitz war und heute das historische Museum beherbergt. Auch die Kathedrale St. Martin, die blaue Kirche und das alte Rathaus sind absolut sehenswert. Für eine besondere Erfahrung kannst du das Museum B-S 4 Lány ansehen, das in einen komplett rekonstruierten Bunker aus dem zweiten Weltkrieg untergebracht ist. Nicht weit von der Hauptstadt überquerst du ein weiteres Mal die Grenze nach Österreich und beendest diese kurze Etappe des EuroVelo 13-Radweges.

Verlauf des Eurovelo 13 in Österreich und der Slowakei auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13/austria-slovakia

EuroVelo 13 Etappe 8 – Österreich und Ungarn

Erneut stehst du am Anfang einer relativ kurzen, allerdings sehr hügeligen Etappe, die dich an der ehemaligen Grenze zwischen Ost und West entlangführt. Sorge hier immer für einen hohen Batteriestand und lege – vor allem, wenn du schwer beladen bist – lieber einen Ladestopp mehr ein. Dein E-Motor ist in diesem hügeligen Abschnitt ein wichtiges Tool, um dein Lastenrad sicher durch die Etappe zu bringen. Von Bratislava geht es in südlicher Richtung ins österreichische Burgenland. In Kittsee kannst du dir das kleine, aber sehr schöne Schloss ansehen oder – wenn du eine Naschkatze bist – die Schokoladenfabrik Hauswirth besuchen und ein paar Schokoladenbananen für die Fahrt einpacken. Über Nickelsdorf geht es nach Halbturn, wo eines der bedeutendsten Barockschlösser des Burgenlandes steht. Wenn du es besuchst, verkoste auf jeden Fall die Weine aus dem schlosseigenen Weingut. Hinter Wallen im Burgenland geht es das erste Mal nach Ungarn, nach Fertőd. Hier steht das Schloss Esterházy, das größte und beeindruckendste Rokoko-Schloss Ungarns, das du dir auf jeden Fall ansehen solltest. 

Nach einem kurzen Abstecher in die kleine Stadt Baumgarten kehrst du zurück nach Ungarn. In Sopron, dem nächsten Ort, den du durchquerst, gibt es neben römischen und mittelalterlichen Bauten, auch ein Stück moderne Geschichte zu erleben: hier öffnete sich 1989 mit dem Paneuropäischen Picknick zum ersten Mal der Eiserne Vorhang und der Prozess des geeinten Europas begann. Es geht weiter über Harka nach Raiding, der Geburtsstadt des Komponisten Franz Liszt. Die Etappe endet nach 162 Kilometern in Kőszeg, einer der schönsten Städte des Landes, die nicht umsonst als „Schmuckkästchen Ungarns“ bezeichnet wird. Genieße die mittelalterliche Architektur, das Schloss, das älteste Rathaus Ungarns, die einladende Atmosphäre und natürlich die hervorragende ungarische Küche, bevor es weiter zu einer Dreiländeretappe geht.

Verlauf des Eurovelo 13 in Österreich und Ungarn auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13/austria-hungary

EuroVelo 13 Etappe 9 – Ungarn, Österreich und Slowenien

Von Kőszeg radelst du in grob südlicher Richtung durch das schöne Westtransdanubien. Du kommst an kleinen Dörfern wie Bozsok und Narda vorbei, die sich in das grüne, fruchtbare Land schmiegen und wundervolle Blicke auf die nahen Alpen ermöglichen. Du wechselst nach Österreich, fährst durch Moschendorf und Großmürbisch zurück nach Ungarn, wo du in Szentgotthárd Halt machen solltest. Bummele ein wenig durch die kleine Stadt und schaue dir die vielen Kirchen sowie die ehemalige Zisterzienserabtei an. Du radelst nun nach Slowenien und durchquerst das Übermurgebiet, eine wunderschöne Region des Landes, die vor allem durch grüne Hügel, Weinberge und kleine Dörfer geprägt ist. Hier wirst du froh sein, mit einem Ca Go Bike unterwegs zu sein, denn deine Cargobox oder dein Center Rack haben genug Raum für die hervorragenden Weine und lokalen Delikatessen. Deine Route führt durch die Dörfer Neradnovci, Šulinci, Adrijanci und Hodos nach Lendava. In dem Kurort kannst du dir das gleichnamige Schloss ansehen oder dich von deiner langen Fahrt in dem berühmten Thermalbad entspannen. Du peilst nun dein letztes Ziel der Etappe in Ungarn an: die Stadt Letenye. Damit ist dein Besuch in Slowenien nach 131 Kilometern auch schon vorbei und du folgst alsbald der Grenze zwischen Ungarn und Kroatien.

EuroVelo 13 Etappe 10 – Ungarn und Kroatien

Von Letenye aus folgst du dem Grenzfluss Drau. Du kannst entscheiden, ob du dem Fluss auf der ungarischen oder auf der kroatischen Seite folgen möchtest. Wir beschreiben dir hier die kroatische Seite, da diese etwas schöner und touristisch weniger erschlossen ist – so kannst du das Land und die Menschen in Ruhe genießen. In Koprivnica solltest du die Gelegenheit nutzen, auf dem historischen Marktplatz Zrinski Trg die kroatische Küche und die hervorragenden lokalen Weine zu probieren. Du radelst entlang des Drau-Ufers vorbei an Đurđevac in die Stadt Donji Miholiac, die mit ihren Adelsschlössern und dem großen Veliki Park aus einem Märchen zu stammen scheint. Bei Belišće verlässt du die Drau und radelst gen Norden zur ungarisch-serbischen Grenze bei Beli Manastir, wo deine Etappe in Kroatien nach 232 Kilometern ein Ende findet.

Verlauf des Eurovelo 13 in Ungarn und Kroatien auf einer Karte eingezeichnet

© de.eurovelo.com/ev13/hungary-croatia

EuroVelo 13 Etappe 11 – Ungarn und Serbien

Der erste Abschnitt in Ungarn führt durch eine Reihe von kleinen Dörfern und die schöne, relativ flache Landschaft der Bácska-Region zwischen Donau und Tisza. Du überschreitest die serbische Grenze und erreichst alsbald Subotica. Die Stadt ist vor allem für ihre zahlreichen Jugendstil-Gebäude bekannt, wobei das Rathaus, die Synagoge und das Raichle-Palais besondere Highlights darstellen.  Aber nicht nur Architekturliebhaber werden ihre Freude in Subotica haben – die Stadt ist für ihre Küche und die lokalen Weine bekannt. Besuche die kleinen Weingüter und probiere Weine, die außerhalb der Region nicht erhältlich sind. Auch die Innenstadt lohnt sich für einen gemütlichen Einkaufsbummel – eine erneute gute Gelegenheit, deine Cargobox mit ein paar exquisiten Souvenirs zu beladen.. 

Keine 50 Kilometer hinter der Stadt erwartet dich auf ungarischer Seite ein Highlight der Etappe – die Stadt Szeged. Die Kathedrale von Szeged, das Pantheon und der Szechenyi Platz im Zentrum der Stadt solltest du auf keinen Fall verpassen. Besuche den alten botanischen Garten, entspanne im historischen Anna-Bad aus dem späten 19. Jahrhundert oder genieße einen Kaffee in den berühmten ungarischen Kaffeehäusern – Szeged ist eine Stadt, die so vielfältig ist, dass du hier auch zwei Tage verbringen kannst. Nach Szeged lässt du Ungarn hinter dir und fährst nach Süden in die serbische Stadt Kikinda. Hier lohnt sich ein Abstecher in das Nationalmuseum der Stadt, das einen faszinierenden Blick auf Geschichte der Gegend (inklusive Mammuts) wirft. Auch der botanische Garten und die Innenstadt sind einen Besuch wert. In Kikinda endet auch diese 220 Kilometer lange Etappe.

Verlauf des Eurovelo 13 in Ungarn und Serbien auf einer Karte eingezeichnet

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EuroVelo 13 Etappe 12 – Serbien und Rumänien

Die nächsten gut 550 Kilometer bewegst du dich zwischen Serbien und Rumänien, eine Zeitlang parallel zum EuroVelo 6-Donauradweg. Die Route führt größtenteils durch sehr ländliche Regionen, wo du viel Zeit mit der Natur und dir selbst haben wirst. Die Route beginnt in Kikinda und führt nach Rumänien, wo du über Jimbolia durch die Pannonischen Tiefebene radelst. Du überquerst die Grenze nach Serbien und betrittst die Region Wojwodina. In der relativ flachen Gegend kannst du entspannt zur von gotischer Architektur geprägten Stadt Jaša Tomić fahren. Weiter geht es über Deta und Moravita zurück nach Rumänien, nach Vršac. Hier kannst du dir die Burg und das Kloster Mesic aus dem 13. Jahrhundert ansehen und in der historischen Altstadt die hervorragende rumänische Küche erforschen. Zurück in Serbien durchquerst du Bela Crkva und erreichst schließlich die Donau, die hier als Grenzfluss zwischen den beiden Ländern fließt. Du kannst auf beiden Seiten des Flusses fahren, wir empfehlen das serbische Ufer. Um es zu erreichen, überquerst du die Donau direkt bei den Ruinen der gigantischen Festung Ram. Schließ deine Cargobox ab, stell dein FS Life in der Stadt ab und nimm dir die Zeit die Felsen an der Donauschleife zu erklimmen und die Reste der Burg aus dem 15. Jahrhundert zu erkunden. Wenn du Veliko Gradište passiert hast, erwartet dich ein landschaftliches Highlight: Die Eisernen Pforten, eine tiefe, fast 100 Kilometer lange Felsenschlucht, die von der Donau zwischen den südlichen Karpaten und dem Balkangebirge gegraben wurde.  

Wenn du an der mächtigen Festung Golubac, deren Mauern in die Donau selbst hineinreichen, ankommst, weißt du, dass die nächsten Kilometer unvergesslich werden. Du passierst die Dörfer Donji Milanovac und Tekija, bevor du dich schließlich in eine Szene aus „Der Herr der Ringe“ versetzt fühlst, denn am Felsen thront die Statue des Dakerkönigs Decebalus, mit 55 Metern die größte Felsskulptur in Europa. Wir hoffen, dass du ein wenig Platz auf deinem Lastenrad für eine gute Kamera reserviert hast, denn mit den richtigen Objektiven wirst du hier einmalige Fotos machen können. Wenn du die Donau noch etwas länger genießen möchtest, wechselst du noch einmal die Uferseite über die fast 1.000 Jahre alte Trajansbrücke und besuchst die rumänische Stadt Drobeta Turnu Severin. Hier erwarten dich die Feste Severin, der Castelul de Apă-Wasserturm, dessen 400 Stufen du für tolle Ausblicke erklimmen kannst, und das Museum des eisernen Tors, welches die Geschichte der Schlucht eindrucksvoll beleuchtet. Zurück auf der serbischen Seite verlässt du die Donau bei Brza Palanka und radelst tiefer in die Karpaten. Bei Negotin solltest du einen Halt im mittelalterlichen Kloster Bukovo machen, denn in dem etwas düster anmutenden Kloster befindet sich eines der besten Weingüter der Karpaten. Auch in Rogljevo werden Weinliebhaber voll auf ihre Kosten kommen, denn die Stadt verfügt über einen Komplex an Weinkellern mit einer außergewöhnlichen Architektur aus dem frühen 19.Jahrhundert. Wenn du etwas Älteres bevorzugst, kannst du dir auch die Ruinen der römischen Festung Castra Martis ansehen. Römisches gibt es auch 50 Kilometer weiter am Ende der Etappe, in Zaječar zu sehen. Nach den anstrengenden 550 Kilometern dieses Abschnittes solltest du in der Ruinenstadt Felix Romuliana oder der historischen Altstadt etwas Energie tanken.

Verlauf des Eurovelo 13 inSerbien und Rumänien auf einer Karte eingezeichnet

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EuroVelo 13 Etappe 13 – Serbien und Bulgarien

Deine Reise führt noch etwas weiter durch die südlichen Ausläufer des Balkangebirges – geladene Batterien und regelmäßige Ladestopps sollten hier mehr als in den flacheren Gegenden zu deiner Lastenrad-Routine gehören. Du passierst Knjazevac, eine malerische kleine Stadt voller schöner Fotomotive, und fährst durch den Stara Plania Nationalpark, vorbei an Pirot und Dimitrovgrad – beide für einen kurzen Stopp gut – zur bulgarischen Grenze. Bei Dragoman kannst du direkt tief in die Geschichte des Landes eintauchen, wenn du das Kloster Poganovo und die antiken Ruinen des Tempels und Observatoriums Pusto Garlo erkundest. Du radelst weiter durch den Hochgebirgswald Znepole, vorbei an Tran und Leva Reka in die Kurstadt Kyustendil. Hier kannst du nach der hügeligen Etappe in den noch immer aktiven römischen Thermen entspannen oder den Aufstieg zur Kirche und Höhle des heiligen Ivan Rilski nahe des Rila Klosters wagen – es lohnt sich. Von Kyustendil sind es nur noch knapp 30 Kilometer zum Dreiländereck Serbien, Bulgarien und Nordmazedonien, das nach 285 Kilometern das Finale der Etappe darstellt.

Verlauf des Eurovelo 13 in Serbien und Bulgarien auf einer Karte eingezeichnet

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EuroVelo 13 Etappe 14 – Bulgarien und Nordmazedonien

Die nächsten knapp 200 Kilometer radelst du erst durch den südlichen Teil Bulgariens, der weit ab der touristisch erschlossenen Bereiche des Landes liegt, um schließlich die Republik Nordmazedonien zu erkunden. Los geht die Reise durch authentische Orte wie Boboshevo in die Universitätsstadt Blagoevgrad. Hier solltest du dir die orthodoxe Kirche zur Darstellung der Gottesmutter Maria mit ihren beeindruckenden Wandmalereien ansehen, bevor du gemütlich durch die historische Innenstadt bummelst, die auch als lokales Einkaufszentrum dient. Nur wenige Kilometer hinter der Stadt überquerst du die Grenze nach Nordmazedonien. Knapp zehn Kilometer hinter dieser radelst du durch Delchevo und lenkst dein Rad dann nach Süden. Du fährst über die sanften Hügel und durch die grünen Täler der Ost-Region des Landes. Auch ruhige Seen wirst du hier immer wieder an deiner Seite entdecken. 

Es geht vorbei an Pehchevo und Berovo im Kleine Schweiz genannten Landstrich, bis du gut 90 Kilometer hinter Delchevo die größte Stadt der Region, Strumica, erreichst. Diese spielte im Osmanischen Reich eine wichtige Rolle und war ein Zentrum der orthodoxen Kirche, was sich auch heute noch im Stadtbild widerspiegelt. Die Klöster Vodoca, St. Leontinus und Heiligste Gottesmutter Eleusa sind fantastische Sakralgebäude aus unterschiedlichen Zeiten der Stadtentwicklung, die Festung Strumica thront über der Stadt und wartet auf deinen Besuch. Wenn du noch nicht genug Natur gesehen hast, solltest du die 19 Meter hohen Kolesino Wasserfälle vor den Toren der Stadt besuchen. Auch kannst du dich von der Fahrt in den Thermen der Stadt erholen und in den zahlreichen kleinen Cafés und Restaurants Energie für die letzten zwei Etappen des EuroVelo 13-Radweges tanken.

Verlauf des Eurovelo 13 in Bulgarien und Nordmazedonien auf einer Karte eingezeichnet

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EuroVelo 13 Etappe 15 – Bulgarien und Griechenland

Du beginnst deine vorletzte Etappe mit einer Fahrt durch die Tiefebene zwischen den Bergen Belasica und Ograzden von Strumica nach Petrich, einer charmanten Stadt in der muslimisch geprägten Pomaken-Region. Bei Promachonas überquerst du die Grenze nach Griechenland. In der Serres-Region wirst du auf viele Relikte alter Zeiten treffen, die sich zwischen den grünen Hügeln verstecken. Ein besonderes Highlight sind die byzantinischen Thermalbäder in Agkistro, die über sieben historische Becken verfügen. Das älteste Steinbecken stammt aus dem Jahr 950 nach Christus. Nach einem entspannten Bad geht es weiter durch die schöne Landschaft Nordgriechenlands über die Dörfer Achladochori und Karidochori, bevor du schließlich zurück nach Bulgarien radelst. 

Bei Hadzhidimovo solltest du dir auf jeden Fall die Aggitis-Höhle ansehen, eine beeindruckende Tropfsteinhöhle, die von dem gleichnamigen Fluss erschaffen wurde. Deine Tour führt dich nun tiefer in die Smoljan-Region und das Rhodopen-Gebirge. Die raue Landschaft wird durchbrochen von relativ neuen Orten wie Dospat und Smolyan. In Zlatograd kannst du einen kurzen Stopp einlegen und durch den Ethnographischen Komplex mit seinen historischen Häusern aus der Zeit der Nationalen Wiedergeburt im 19. Jahrhundert bummeln. Den letzten Halt auf dieser Etappe solltest du in Ivaylovgrad, einer Stadt im Land der Thraken, einlegen. Hier kannst du die römische Landvilla Armira sowie die mittelalterliche Festung Ljutiza besuchen und ein thrakisches Grab sowie mehrere thrakische Dolmen erkunden. Nach etwas mehr als 490 Kilometern erreichst du schließlich die Grenze zur Türkei. Wenige Kilometer dahinter endet die Etappe in der türkischen Stadt Edirne.

Verlauf des Eurovelo 13 in Bulgarien und Griechenland auf einer Karte eingezeichnet

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EuroVelo 13 Etappe 16 – Bulgarien und Türkei

Deine finale Etappe hält auf den letzten 320 Kilometern noch einige Highlights für dich bereit. In Edirne, gleich am Anfang deiner Tour, solltest du dir Zeit nehmen, die Stadt zu erkunden. Besonders die Selimiye-Moschee mit ihrem 71 Meter hohen Minarett – dem höchsten der Türkei – solltest du dir ansehen. Aber auch der Selimiye Arasta Carsisi-Markt ist ein Must-do. Hier kannst du frische lokale Waren und mehr ergattern – und das Ganze in einer wundervollen historischen Kulisse. Da das Ende deiner Reise nicht mehr weit ist, ist hier ein gute Gelgenheit, die Zuladung deines Ca Go Bikes voll auszunutzen. Nimm dir ein wenig Zeit, für dich, deine Mitfahrer und deine Kinder ein paar Leckereien und Souvenirs zu kaufen. Wenn du dich für die Geschichte der Region interessierst, solltest du auch den Palast Rustempasha besuchen. Weiter geht es über die kleinen Orte Lalapaşa und Süloğlu entlang des wunderschönen Sees Kayalıköy in die Stadt Kırklareli. Die Ruine der Aya Nikola Monaastiri, ein in den Fels geschlagenes Kloster, solltest du dir nicht entgehen lassen. Der naturbelassene Zustand macht die Ruine zu einem besonderen und auch etwas unheimlichen Erlebnis. Verkoste in der modernen Innenstadt noch einmal die legendäre türkische Küche, bevor du dem Land den Rücken kehrst und ein letztes Mal die Grenze nach Bulgarien überquerst. 

Du radelst nun in das Strandzha-Gebirge und den gleichnamigen Naturpark. Die Stadt Malko Tarnovo liegt inmitten des Naturreservates und bietet neben zahlreichen Relikten aus der thrakischen Zeit auch das Historische Museum, welches die bewegte Geschichte der Region beleuchtet. Es geht nun in Richtung Küste – das Land wird flacher, während du die Dörfer Kosti und Balgari durchquerst, bis du schließlich bei Sinemorets auf das Schwarze Meer triffst. Nur wenige Kilometer südlich endet deine lange Reise in dem kleinen bulgarischen Dorf Rezovo. Stelle dein Rad ab, ziehe deine Schuhe aus und setzte dich an den wundervollen Sandstrand. Du hast die 10.600 Kilometer des Iron Curtain Trails bezwungen. Du bist durch 19 Länder und die Geschichte des Eisernen Vorhanges geradelt – eben die Geschichte, die so eng mit dem EuroVelo-Radnetzwerk und dem europäischen Gedanken dahinter verwoben ist.

Verlauf des Eurovelo 13 in Bulgarien und der Türkei auf einer Karte eingezeichnet

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