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Holz vs. EPP – wie man eine sichere Transportbox baut

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Holz, Metall oder EPP? Erfahre, warum das Material einer Lastenrad-Transportbox entscheidend für die Sicherheit deiner Kinder ist, und wie das Sicherheitskonzept des Ca Go FS Life Schutz, Komfort und Alltagstauglichkeit verbindet.

Mädchen steigt in die Transportbox des FS Life. Vater steht daneben.

Wenn du deine Kinder mit dem Fahrrad mitnimmst, ist das mehr als eine Frage des reinen Transports. Es geht um Vertrauen. Und immer schwingt dieselbe Frage mit: Wie gut sind deine Kinder auf oder in dem Rad wirklich geschützt? Diese Sorge ist doch immer ein wenig präsent: Auf dem kurzen Weg zur Kita, dem Familienausflug am Wochenende oder dem Shoppingtrip.

Mädchen angeschnallt im Kindersitz in der Ca Go-Box.

Bei Lastenrädern steht die Transportbox im Mittelpunkt dieser Gedanken. Sie ist schließlich der Schutzraum der kleinen Fracht. Doch was macht eine Transportbox eigentlich sicher? Reicht ein stabiles Material? Oder steckt mehr dahinter? Wer genauer hinschaut, der erkennt schnell: Box ist nicht gleich Box.

FS Life Multi wird mit Taschen beladen

Sicherheit beginnt beim Material

Auf den ersten Blick wirken Holz- oder Metallboxen besonders robust. Dicke Wände vermitteln Stabilität, massive Konstruktionen erzeugen Vertrauen. Doch bei einem Aufprall entscheidet nicht allein die Härte eines Materials darüber, wie gut Passagiere und Fracht geschützt werden.

Wenn ein Unfall passiert, wirken Kräfte auf die Box und damit auf die Insassen. Materialien, die wenig Energie aufnehmen können, geben diese Kräfte zum größten Teil an die Menschen im Inneren weiter. Dazu kommen die Brucheigenschaften des Materials: Holz splittert und Metall verformt sich, je nach Legierung, mit scharfen Kanten und Metallsplittern, die in den Innenraum getrieben werden könnten.

Neben dem Verhalten im Crashfall zeigt sich ein weiterer Nachteil von Holz erst im Alltag: Als Naturmaterial nimmt Holz Feuchtigkeit auf. Ist die schützende Beschichtung durch Steinschlag, UV-Einstrahlung oder einfach die Jahre im Freien beschädigt oder porös geworden, kann Wasser eindringen. Kann die Feuchtigkeit anschließend nicht mehr entweichen, etwa weil die Luft im Materialinneren nicht zirkuliert, entstehen ideale Bedingungen für Schimmelpilze. Für eine Box, in der Kinder sitzen, ist das kein rein kosmetisches Problem, sondern ein handfestes Gesundheitsthema. EPP dagegen ist geschlossenzellig, nimmt praktisch kein Wasser auf und bietet Schimmelpilzen so sehr wenig Angriffsfläche.

EPP – ein cleveres Material

Expandiertes Polypropylen, kurz EPP, ist ein spezieller Partikelschaum, der unter anderem auch in der Automobilindustrie für energieabsorbierende Bauteile, wie die Stoßstangen, eingesetzt wird. Bei Stoß- oder Quetschbelastungen kann das Material Kräfte aufnehmen und verteilen, statt sie nahezu ungedämpft weiterzuleiten. Dazu kommt: Verformung oder Bruch von EPP bildet keine spitzen Kanten und keine Splitter.

Transportbox des FS Life

Für ein Lastenrad hat das Material eine praktische Anwendung: Im Ernstfall kann eine Box aus EPP dazu beitragen, die kinetische Belastung auf Kopf und Körper der Kinder zu reduzieren. In den von Ca Go gemeinsam mit der Steinacker Gruppe durchgeführten Materialprüfungen zeigte die verwendete EPP-Struktur deutlich bessere Energieabsorptionseigenschaften als alternative Boxmaterialien. Gleichzeitig besitzt der Werkstoff Eigenschaften, die im Alltag überzeugen. Er ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, rostet oder rottet nicht und bleibt auch nach vielen Jahren im Freien formstabil. Für die Ca Go Ingenieure war eine EPP-Sicherheitsbox daher die logisch beste Lösung.

Ca Go CTS Crashtest Frontalkollision gegen PKW-Heck

Warum EPP allein noch keine sichere Transportbox macht

So wichtig das Material ist: Sicherheit entsteht nicht allein durch den Werkstoff. Eine Transportbox funktioniert im Lastenrad aber nur als Teil eines Gesamtsystems. Entscheidend ist, wie die Box konstruiert wurde, welche Geometrie sie besitzt und wie sie mit Sitzen, Gurten und weiteren Schutzelementen zusammenarbeitet.

Beim Ca Go FS Life wurde die EPP-Box als Sicherheitsfahrgastzelle entwickelt. Auffällig sind die hohen Seitenbereiche und die hochgezogene Schulterlinie. Sie schützen die Passagiere vor äußeren Einwirkungen und verhindern gleichzeitig, dass Kinder während der Fahrt Hände oder Arme aus der Box herausstrecken können.

Ein schlafendes Kind sitzt in der Transportbox des FS200 Life Family Plus. Die Mutter sitzt daneben.

Hinzu kommt der Sicherheitsaufbau der Box. Anders als einfache Transportbehälter wurde die Konstruktion gezielt darauf ausgelegt, bei einem Aufprall kontrolliert mit den Kräften umzugehen. Eine umlaufende Safety-Rail verstärkt die Formstabilität der Box zusätzlich und verhindert, dass sie bei einem Unfall einfach in sich zusammensackt. Sie verhindert im Fall der Fälle, dass die Box den Insassen zu nahe kommt und leitet zusätzliche Kräfte ab. So verformt sie sich nicht wie ein klassischer starrer Kasten, sondern nutzt die energieabsorbierenden Eigenschaften des Materials aktiv für den Schutz der Insassen – ähnlich wie die Fahrgastzelle eines Automobils. Auch haben wir dafür Sorge getragen, dass die Safety-Rail sich bei einem Aufprall so gezielt verformt, dass sie nicht in den Innenraum der Box eindringt und eine zusätzliche Gefahr für die Insassen darstellt, die eigentlich geschützt werden sollen.

Eine Frau fährt das FS200

Genau hier liegt einer der wesentlichen Unterschiede zu klassischen Holzkonstruktionen. Holz kann zwar stabil sein, bietet jedoch nicht dieselben Möglichkeiten, eine geschlossene, energieabsorbierende Sicherheitsstruktur mit integrierten Schutzzonen und definierten Verformungseigenschaften zu schaffen, wie sie mit EPP realisiert werden kann.

Was passiert, wenn es wirklich zum Unfall kommt?

Über Sicherheit wird viel gesprochen. Wirklich interessant wird es jedoch, wenn all die Marketing-Behauptungen auf den Prüfstand gestellt werden. Deshalb ließ Ca Go das Sicherheitskonzept des FS Life gemeinsam mit der Steinacker Gruppe in verschiedenen Crash-Szenarien untersuchen. Dazu gehörten seitliche Kippversuche, Seitenkollisionen mit einer Pkw-Front sowie Frontalaufpralle auf ein stehendes Fahrzeug.

Ca Go CTS Crashtest Seitenkollision mit PKW Front Testaufbau

Bei den Tests zeigte sich, wie eng Material, Konstruktion und Rückhaltesysteme zusammenarbeiten. Die EPP-Box absorbierte einen Teil der Aufprallenergie, während Sitze, Kopfstützen und Gurtsysteme – dazu später noch mehr – die Bewegungen der Kinder kontrollierten. Nach Angaben der beteiligten Gutachter konnten die gemessenen Belastungen auf die Dummys deutlich reduziert werden. Für Eltern bedeutet das vor allem eines: Sicherheit wird bei Ca Go nicht als Marketingbegriff verstanden, sondern als Entwicklungsaufgabe, die geprüft und bewertet werden kann.

Ca Go FS Life Sicherheitsfahrgastzelle

Die Box ist nur die halbe Geschichte

Selbst die durchdachteste Sicherheitsbox kann ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn die Passagiere richtig sitzen und gesichert sind. Deshalb umfasst das Sicherheitskonzept des FS Life deutlich mehr als nur die EPP-Transportbox. Und um es vorauszunehmen – ein paar Nylongurte, die an der Rückwand der Box festgeschraubt sind, und die mit Plastik-Rucksackschnallen verschlossen werden, verbessern die Sicherheit deiner Kinder nicht wirklich.

Ca Go hat auch hier mitgedacht: Für größere Kinder ab etwa zwei Jahren stehen ergonomische Kindersitze mit höhenverstellbaren Kopfstützen und Fünf-Punkt-Gurten zur Verfügung. Diese verhindern bei starken Verzögerungen ein Verrutschen des Körpers und sorgen gleichzeitig für einen stabilen Sitzkomfort im Alltag.

Zwei Kinder sitzen mit 5-Punkt-Gurt angeschnallt in einer Sicherheitsfahrgastzelle des FS Life.

Für Familien mit kleinen Kindern gibt es natürlich auch Optionen. Ca Go hat ein Babyschalen-Montage-Set sowie ein Befestigungs-Set für ISOFIX-kompatible Kindersitze im Zubehör-Programm. So lässt sich das Lastenrad an unterschiedliche Lebensphasen der Familie anpassen, ohne auf vertraute Schutzsysteme verzichten zu müssen – ein so gut durchdachtes Sicherheitskonzept sucht man bei den meisten Mitbewerbern vergebens – vielleicht sogar bei allen.

Ein Baby liegt in der Babyschale der Transportbox. Daneben sitzt ein Mädchen im Kindersitz.
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Zusätzlicher Schutz für Kopf und Nacken

Ergänzt werden kann das System durch den Ortho-Safety-Collar. Das aus dem stoßabsorbierenden EPP gefertigte Element wurde nach dem Vorbild von Sicherheitskragen aus dem Motorsport entwickelt und bietet zusätzlich Schutz für Kopf und Nacken der kleinen Insassen. Gleichzeitig dient es als komfortable Kopfablage, wenn unterwegs einmal ein Nickerchen ansteht.

Ein Mädchen sitzt in der Transportbox des FS Life

Auch der Alltag wurde mitgedacht. Ein stabiler Ständer mit Gasdruckfeder erleichtert Auf- und Abbocken des FS Life, eine in die Box integrierte Stufe macht das sichere Ein- und Aussteigen zu einem Kinderspiel – wortwörtlich.

Das FS200 Life steht auf einer Wiese. Ein kleiner Junge klettert in die Box.

Mehr als eine Transportbox

Wer ein Familien-Lastenrad betrachtet, sieht oft zuerst die Box. Für die Sicherheit der Menschen darin ist aber nicht nur die entscheidend, sondern wie sie sich in das Gesamtkonstrukt einfügt.

Dass EPP ein sinnvollerer Werkstoff für eine Safety-Lastenradbox ist als Holz und Metall, lässt sich kaum bestreiten. Das Material bringt Eigenschaften mit, die für den Personentransport viele Vorteile bieten: Es absorbiert Energie, ist langlebig und widerstandsfähig gegenüber den Belastungen des Alltags. Doch erst das Zusammenspiel aus Material, Konstruktion, Sitzen, Gurten und Schutzsystemen macht daraus eine Sicherheitsfahrgastzelle.

Ortho Safety Collar an der Transportbox

Genau dieser ganzheitliche Ansatz prägt das Ca Go FS Life. Für Familien summieren sich all die großen und kleinen Safety-Features zu einem Gefühl. Dem guten Gefühl, dass die tägliche Fahrt mit dem Rad durch die Stadt nicht nur praktisch und flexibel, sondern auch sicher sein kann. Wer sich für ein Lastenrad entscheidet, sollte deshalb genau hinschauen, welches Sicherheitskonzept wirklich hinter der Transportbox steckt – denn genau das macht am Ende den Unterschied für die, die mitfahren.

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